Reiter auf dem Großen Bären

Otto Niemeyer-Holstein in der Schweiz“

Malerei 1917 bis 1933

 

11. April 2010 bis 17. Oktober 2010

 

Als Kriegsversehrter reiste Otto Niemeyer-Holstein 1917 zur Genesung in die Schweiz. Nach einer sinnvollen Betätigung suchend, begann er mit dem Malen und Zeichnen. Erste Erfolge stellten sich ein. In Ascona am Lago Maggiore fand die künstlerische Geburt von Otto Niemeyer-Holstein statt. Dort wurde er 1924 als Gründungsmitglied der jüngste Reiter auf dem Großen Bären.

 

Die Künstlergruppe „Der Große Bär“ wurde von Walter Helbig zusammen mit Albert Kohler, Ernst Frick, Gordon McCouch, Marianne von Werefkin, Otto Niemeyer-Holstein und Otto van Rees gegründet. Eine gemeinsame Basis fanden die Maler im intensiven Kontakt mit der Landschaft und ihren Menschen. Auffallend ist die internationale Zusammensetzung der Künstlergruppe, in der fünf Nationalitäten vertreten waren, nach dem I. Welt-krieg eine gesellschafts-politische Intention.

 

Neben den Mitgliedern der Künstlergruppe werden  Arthur Segal und Richard Seewald einbezogen.

 

 

 

 

 

 

  

 

Marianne von Werefkin 

1860 Tula/Russland - 1938 Ascona 

Walter Helbig

1878 Frankenstein/Sachsen - 1968 Ascona 

Ernst Frick

1881 Zürich – 1956 Ascona

Albert Kohler

1883 Basel –1946 Ascona

Otto van Rees

1884 Freiburg i.Br.–1957 Utrecht

Gordon McCouch

1885 Philadelphia/USA – 1956  Locarno

Otto Niemeyer-Holstein

1896 Kiel - 1984 Lüttenort

 

Nach dreißig Jahren wird der Künstlergruppe „Der Große Bär“ wieder eine Ausstellung gewidmet, im norddeutschen Raum erstmalig. Das Ausstellungs-projekt im Atelier ONH knüpft an die Ausstellungen und Publikationen an, die 1979 in der Akademie der Künste in Berlin(West) „Monte Verità - Berg der Wahrheit“ und 1981 im Aarauer Kunsthaus in Aarau „Künstlergruppen in der Schweiz“ stattfanden. In den begleitenden Texten zu diesen Ausstellungen werden bei der Beurteilung der Bedeutung der Künstlergruppe und der Entwicklung der einzelnen Mitglieder Bewertungen vorgenommen, wie „Mittelmaß“ und „Scheitern“. Grundtenor der Kritik ist, daß die Leistungen der Gruppe „nicht auf dem Feld der Innovation“ liegen.